Die Entenstrecken sind seit Jahren rückläufig. Dies muss nicht zwingend bedeuten, dass die Bestände der heimischen Stockente ebenfalls rückläufig sind, da viele Vögel auf dem Zug erlegt werden und so wenig Rückschlüsse auf den Bestand an Brutpaaren möglich sind.
Es wird jedoch beobachtet, dass zunehmend Bruterfolge ausbleiben bzw. keine oder wenig Jungenten flügge werden. Dabei können natürlich wetterbedingte Aufzuchtsverluste, aber auch Verluste durch Reiher, Iltis, Marder und Wanderratte und mittlerweile auch Mink und Waschbär eine Rolle spielen. Hier kann vom Jäger mit Flinte und Falle aber nur in begrenztem Umfang eingewirkt werden.
Besonders gravierend sind die Gelege Verluste durch Prädatoren, da hierbei immer das gesamteGelege und häufig auch die Mutterente verloren sind.
Hier kann der Jäger eingreifen, indem er künstliche Bruthilfen auf für Raubwild nicht überwindbaren Pfählen anbietet. Diese haben sich sehr bewährt und es ist dabei egal, ob sie fertig gekauft oder selbst hergestellt werden.
Die Idee ist einfach:
Auf einem Pfosten aus Metall (es geht auch mit Holz) wird eine Drahtrolle (Innen Durchmesser 30 cm) mit Schilf (oder Schilfrohrmatte) umwickelt, die durch eine zweite Drahtrolle gesichert wird. Der Innenraum muss mit Nistmaterial (am besten Heu) gefüllt werden (Dakota-Duck-House).
Wichtig: Die Bruthilfe sollte spätestens bis Anfang März installiert sein, weil dann die Enten Brutplätze suchen und mit dem Gelege anfangen!! Auf etwa steigende Wasserstände ist zu achten!
Man findet im Internet viele detaillierte Anleitungen für den Selbstbau, aber auch Angebote für fertige Entennisthilfen (Körbe).
Die Bruthilfen sollten auf jeden Fall im zeitigen Frühjahr (spätestens Februar) kontrolliert werden. Evtl. muss mit Schilfrohr (oder Rohrmatten) nachgebessert, aber auf jeden Fall das Nistmaterial (Heu) im Brutraum erneuert werden.
So steht einer erfolgreichen Brut ab März nichts mehr im Wege!

