Im Südwesten Deutschlands, zu dem auch der Oberrhein gehört, zeigt sich eine zunehmende Verbreitung des Tieres. Dies liegt einerseits an der Zuwanderung weiterer Tiere, andererseits aber auch daran, dass seit dem Jahr 2021 regelmäßig Reproduktion im Land bestätigt wird. Beobachtungen längs der Rheinschiene häufen sich.
Der Goldschakal ähnelt nicht nur äußerlich den verwandten Arten Rotfuchs und Wolf, sondern ist auch in seiner Lebensweise teilweise vergleichbar. Der Goldschakal passt sich als Opportunist den vorhandenen Umweltbedingungen schnell an. Hauptbeutetiere sind kleine bis mittelgroße Säugetiere. Auch andere Kleintiere oder Vögel und auch pflanzliche Nahrung machen jedoch einen relevanten Bestandteil der Nahrung aus. Auch größere Wildtiere wie Rehe werden vom Goldschakal erbeutet. Der Goldschakal ist auch in der Lage, Nutztiere wie beispielsweise Schafe und Ziegen zu erbeuten. Goldschakale sind zudem sehr effektive Nachnutzer toter Tiere. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Goldschakal in Baden-Württemberg weiter ausbreiten wird.
In der FFH-Richtlinie der EU wird der Goldschakal in Anhang V gelistet und gilt dementsprechend als geschützte Art.

