Wachsam bleiben, Jagdwilderei nimmt zu !

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Seit Jahren steigt die Zahl der Jagdwilderei hier im Südwesten: Allein in jüngster Zeit belaufen sich die Fälle auf über einhundert. Die gewilderten Tiere seien meist fachmännisch mit Jagdmunition erlegt, aber nicht immer mitgenommen worden, so die Polizei. Laut Kriminalstatistik würde nur etwa jeder fünfte Fall von Wilderei aufgeklärt. 

Wildbret und Trophäe als Beweggrund

Wilderer haben eine hohe kriminelle Energie. Hinter diesen Taten können Menschen stehen, die das Wild seines Fleisches wegen für den eigenen Verbrauch wildern, aber auch solche, die ein gewerbliches Interesse haben“, sagt eine Sprecherin des Landesjagdverbandes in einem entsprechenden Bericht. In knapp einem Drittel der bekannten Fälle setzen Wilderer nach Erkenntnis des LKA Schusswaffen ein. Häufig genutzt werden nach Beobachtung des Landwirtschafts-Ministeriums auch verbotene Fallen oder Schlingen. Oft seien die Täter auch mit moderner Technik wie Schalldämpfern oder Nachtsichtgeräten ausgerüstet. In knapp einem Viertel der bekannten Fälle waren es dem LKA zufolge Hunde, die ein Wildtier rissen oder verletzten, wie es in dem entsprechenden Bericht unter anderem heißt

 Gefahr für das Wild und hohe Strafen 

Das unerlaubte Jagen, Fangen oder Töten von Wildtieren wird im Strafgesetzbuch (Paragraf 292) mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet. In besonders schweren Fällen, etwa bei gewerbsmäßiger oder nächtlicher Wilderei, unerlaubter Jagd in der Schonzeit oder mit Schlingen, kann eine Strafe von bis zu fünf Jahren verhängt werden. Aber auch wer Geweihe, Knochen oder Federn ohne Genehmigung aufsammele oder Unfallwild mitnehme, kann wegen Wilderei belangt werden.